Entwicklungstrauma Test – Bin ich betroffen?

Entwicklungstrauma Test

Entwicklungstraumata entstehen in der frühen Kindheit, wenn grundlegende Bedürfnisse nach Sicherheit, Bindung und emotionaler Regulation nicht erfüllt werden. Dieser Test kann Ihnen helfen, erste Hinweise zu erkennen, ob frühkindliche Erfahrungen Sie heute noch beeinflussen.

Testdauer: 8-10 Minuten Anzahl der Fragen: 25
Wichtiger Hinweis: Dieser Test dient ausschließlich zur Selbstreflexion und Information. Er ersetzt keine professionelle Diagnose durch einen Arzt, Psychologen oder Psychotherapeuten. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine qualifizierte Fachperson.
1. Fällt es Ihnen schwer, sich an Ihre frühe Kindheit (vor dem 6. Lebensjahr) zu erinnern?
2. Wenn Sie in die Stille gehen und nichts tun, fühlen Sie sich dann sicher und entspannt?
3. Hatten Sie in Ihrer Kindheit eine Bezugsperson, die emotional stabil und verlässlich für Sie da war?
4. Erleben Sie starke emotionale Schwankungen, bei denen Sie schnell von einem Extrem ins andere fallen (z.B. von Wut zu tiefer Traurigkeit)?
5. Fällt es Ihnen schwer, Ihre Gefühle wahrzunehmen oder zu benennen?
6. Haben Sie in Ihrer Kindheit emotionale oder körperliche Vernachlässigung erlebt?
7. Wurde Ihr Bindungsverhalten in der Kindheit durch wechselnde Reaktionen Ihrer Bezugspersonen geprägt (mal liebevoll, mal zurückweisend)?
8. Haben Sie Schwierigkeiten, stabile und gesunde Beziehungen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten?
9. Neigen Sie zu emotionaler Abhängigkeit in Beziehungen oder vermeiden Sie Nähe komplett?
10. Fällt es Ihnen schwer, sich selbst zu beruhigen, wenn Sie aufgewühlt oder ängstlich sind?
11. Leiden Sie unter chronischer innerer Unruhe oder dem Gefühl, ständig etwas tun zu müssen?
12. Haben Sie Verhaltensweisen entwickelt, die süchtig wirken können (z.B. übermäßiges Arbeiten, Sport, Essen, Substanzkonsum)?
13. Fühlt sich das Leben für Sie oft schwer und anstrengend an, auch wenn äußerlich alles in Ordnung scheint?
14. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Beziehung zu sich selbst gestört ist?
15. Wurden Sie als Kind oft allein gelassen oder mussten sich selbst um sich kümmern?
16. Reagieren Sie in bestimmten Situationen übermäßig emotional (Panik, Wut) oder komplett abgestumpft?
17. Haben Ihre Eltern oder Bezugspersonen selbst psychische Probleme oder Traumata gehabt?
18. Leiden Sie unter Depressionen, Ängsten oder anderen psychischen Belastungen?
19. Fühlen Sie sich häufig innerlich leer oder abgetrennt von sich selbst?
20. Hatten Sie in Ihrer Kindheit das Gefühl, sich den Erwartungen und Bedürfnissen anderer anpassen zu müssen, um geliebt zu werden?
21. Wurde in Ihrer Familie über Gefühle gesprochen oder wurden diese eher unterdrückt?
22. Haben Sie Schwierigkeiten, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen?
23. Waren Sie als Kind Zeuge von häuslicher Gewalt, schweren Konflikten oder Suchtproblemen?
24. Haben Sie das Gefühl, hochfunktional zu sein (beruflich erfolgreich, organisiert), aber innerlich leiden Sie?
25. Fällt es Ihnen schwer, sich selbst anzunehmen und sich selbst zu lieben?
Literatur und Quellen
Fischer, G. & Riedesser, P. (2020). Lehrbuch der Psychotraumatologie (5. Auflage). Ernst Reinhardt Verlag.
Flatten, G., Gast, U., Hofmann, A., Knaevelsrud, C., Lampe, A., Liebermann, P., Maercker, A., Reddemann, L., & Wöller, W. (2013). Posttraumatische Belastungsstörung: S3-Leitlinie und Quellentexte (3. Auflage). Schattauer Verlag.
Levine, P. A. (2010). Sprache ohne Worte: Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt. Kösel-Verlag.
Shapiro, F. (2018). Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) Therapy: Basic Principles, Protocols, and Procedures (3rd Edition). Guilford Press.
Van der Kolk, B. A. (2015). Verkörperter Schrecken: Traumaspuren in Gehirn, Geist und Körper und wie man sie heilen kann. Probst Verlag.
Heller, L. & LaPierre, A. (2012). Entwicklungstrauma heilen: Alte Überlebensstrategien lösen – Selbstregulierung und Beziehungsfähigkeit stärken. Kösel-Verlag.