Emetophobie-Test: Habe ich Angst vor Erbrechen?

Emetophobie-Test: Habe ich Angst vor dem Erbrechen?

⏱ Dauer: ca. 5-7 Minuten  |  📋 Fragen: 20

Hast du Angst davor, dich zu übergeben oder andere beim Erbrechen zu sehen? Löst das Thema Übelkeit und Erbrechen bei dir starke Unruhe oder Panik aus? Dieser wissenschaftlich fundierte Selbsttest hilft dir herauszufinden, ob du möglicherweise unter einer Emetophobie leidest.

Die Emetophobie ist eine spezifische Angststörung, bei der Betroffene eine ausgeprägte Angst vor dem Erbrechen entwickeln. Dies kann sowohl die Angst betreffen, sich selbst zu übergeben, als auch die Angst, andere beim Erbrechen zu beobachten. Etwa 0,1% der Bevölkerung sind betroffen, überwiegend Frauen.

Beantworte die folgenden 20 Fragen so ehrlich wie möglich. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Wähle die Option, die am besten auf dich zutrifft.

Wichtiger Hinweis: Dieser Test dient ausschließlich zur Selbsteinschätzung und ersetzt keine professionelle Diagnose durch einen Psychotherapeuten oder Psychiater.
1. Ich vermeide Situationen, in denen jemand erbrechen könnte (z.B. Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel, Partys mit Alkohol).
2. Wenn ich an Erbrechen denke oder darüber lese/höre, fühle ich mich unwohl oder bekomme Angst.
3. Ich kontrolliere sehr genau, was ich esse, aus Angst, dass mir davon übel werden könnte.
4. Ich überprüfe ständig das Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln und werfe Produkte lieber zu früh weg.
5. Wenn mir jemand erzählt, dass er sich übergeben hat oder ihm übel ist, löst das bei mir starke Angst aus.
6. Ich meide den Kontakt zu Menschen, die krank sind oder kürzlich krank waren.
7. Ich achte permanent auf körperliche Signale, die auf Übelkeit hindeuten könnten.
8. Die Angst vor dem Erbrechen schränkt meine Lebensqualität erheblich ein.
9. Ich vermeide Alkohol komplett, aus Angst vor dem Erbrechen.
10. Ich habe Schwierigkeiten, Medikamente einzunehmen, weil ich Angst vor Übelkeit als Nebenwirkung habe.
11. Bei Übelkeit bekomme ich Panikattacken mit Herzklopfen, Schwitzen oder Atemnot.
12. Ich vermeide Reisen, besonders mit dem Schiff, Flugzeug oder Auto, aus Angst vor Reisekrankheit.
13. Der Gedanke an eine Schwangerschaft löst bei mir Angst aus, wegen der möglichen Schwangerschaftsübelkeit.
14. Ich esse lieber zu wenig als zu viel, um Übelkeit zu vermeiden.
15. Ich wasche mir übermäßig häufig die Hände, um Magen-Darm-Infektionen zu vermeiden.
16. Ich habe immer Medikamente gegen Übelkeit bei mir, auch wenn ich nicht krank bin.
17. Ich kann Filme oder Serien nicht ansehen, in denen jemand erbricht oder sich übergeben muss.
18. Meine sozialen Kontakte leiden unter meiner Angst vor dem Erbrechen.
19. Ich vermeide bestimmte Lebensmittel komplett, obwohl ich sie eigentlich mag, aus Angst vor Übelkeit.
20. Ich denke täglich mehrmals an die Möglichkeit, dass ich oder jemand anderes erbrechen könnte.

Quellen

  1. Boschen, M. J. (2007). Reconceptualizing emetophobia: A cognitive-behavioral formulation and research agenda. Journal of Anxiety Disorders, 21(3), 407-419.
  2. van Hout, W. J., & Bouman, T. K. (2012). Clinical features, prevalence and psychiatric complaints in subjects with fear of vomiting. Clinical Psychology & Psychotherapy, 19(6), 531-539.
  3. Veale, D., & Lambrou, C. (2006). The psychopathology of vomit phobia. Behavioural and Cognitive Psychotherapy, 34(2), 139-150.
  4. Lipsitz, J. D., Fyer, A. J., Paterniti, A., & Klein, D. F. (2001). Emetophobia: Preliminary results of an internet survey. Depression and Anxiety, 14(2), 149-152.
  5. Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs). Leitlinien zur Behandlung von Angststörungen.